In Notzeiten Schulden machen?

Statt die Ausgaben runter zu fahren, sind Investitionen das Gebot der Stunde. Die meisten Länder nehmen weitere Schulden auf, um die der Corona-Epidemie folgende Wirtschaftskrise abzumildern. Dass die aus den Rettungsmassnahmen resultierenden Staatsschulden eher nicht zurückgezahlt werden können, ist dabei den meisten klar.

 

Wenn Staatsschulden stärker wachsen als die Wirtschaft

In Krisenzeiten legen die meisten Staaten ihre Wirtschafspolitik antizyklisch an. Das bedeutet, sich in der Not zu verschulden und so die Wirtschaft zu stützen. Wenn die Wirtschaft gerette und die Krise vorbei ist, werden die Schulden zurückgezahlt. Um einen nachhaltigen und wirksamen Ausweg aus der Corona-Krise zu finden, wird diese Strategie gegenwärtig von allen Staaten verfolgt. So dürften in der Schweiz auf Bundesebene die Staatsschulden um 30 – 60 Milliarden Franken steigen, so die Berechnung des Finanzminsters Ueli Maurer. Weit höher sind die Schulden, die EU-Staaten oder die USA aufnehmen, um Unternehmen finanziell zu unterstützen. Grundsätzlich ist diese Lösung nicht neu und wurde in grösserem Ausmass bereits 2008/09 nach dem Finanzcrash umgesetzt.

 

Bedeuten mehr Schulden auch mehr Vermögen?

Weitaus interessanter allerdings als die Höhe der Schulden ist, inwiefern die höheren Staatsschulden ein Problem darstellen. Ein Teil der Politiker und Wirtschaftswissenschaftler schätzen die Bereitschaft der heuteigen Generation auf Kosten der Folgenden zu leben als unverantwortlich ein. Dem gegenüber stehen nicht wenige, die die Risiken als eher gering einschätzen. Diese Einschätzung resultiert aus der Erfahrung, dass Staaten Ihre Schulden nicht zurückzahlen, sondern nur durch neue ersetzen. Oder die Zentralbanken erhöhen die Geldmenge – wie bereits in den letzten Jahren geschehen – ohne, dass sich die Inflation signifikant erhöht hätte. Mit den Schulden wuchsen auch die Privatvermögen, vor allem im Aktien- und Immobilienbereich. Doch dieser Zuwachs ist extrem ungleich verteilt. So sind entfallen rund die Hälfte des Vermögens (1,9 Billionen Franken) auf nur 2% der Steuerpflichtigen. Diese besitzen im Schnitt 9,4 Millionen Franken. Dem gegenüber stehen mehr als die Hälfte der Steuerbürger ohne jegliches Vermögen oder weit unter 50'000 Franken.

 

Reiche werden reicher und vom Staat höher entlastet

Die Auswirkungen des ungleichen Vermögensaufbaus zeigten sich auch, als durch die Bundesregierung am 16. März zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Wirtschaftstätigkeit eingeschränkt wurde. Obwohl die Wchweizer Wirtschaft seit dem Jahr 2000 um knapp 40% gewachsen war, konnten nur sehr wenige Kleinunternehmer und Privatpersonen Rücklagen bilden und standen innert Monatsfrist vor massiven Liquiditätsproblemen. Ausserdem trifft die Krise vor allem Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen und Vermögen besonders stark. So beantragten die Unternehmen in der Schweiz seit Beginn der Corona-Epidemie für rund einen Drittel ihrer Angestellten Kurzarbeit. Dies bedeutete eine Durchschnittliche Lohneinbusse von 20%. Hinzu kommt die zunehmende Arbeitslosigkeit, die wird ärmere Menschen stärker treffen wird als reiche.
In diesem Zusammenhang wird auch die Überschuldung eigentlich finanziell gesunder Privathaushalte zunehmen. Ohne finanzielle Polster und Rücklagen werden Einnahmensenkung bei gleichbleibender oder steigender Kosten entsprechend wirken. Jetzt gilt es entschlossen zu handeln. Ist ein Kredit jetzt die passende Entscheidung? Oder ist eine nachhaltige Lösung wie eine Finanzsanierung nicht die bessere Entscheidung. Schauen Sie hierzu auf unsere Empfehlungslisten für Finanzsanierer bzw. Vermittler oder Informieren Sie sich direkt auf kantonal-direkt.ch zum Thema.

Photo by Markus Spiske on Unsplash

 

 

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