Verschuldung von Alleinerziehenden angestiegen: So schützen Sie sich

 

Schweizer Alleinerziehende haben überdurchschnittlich viele Schulden. Wir zeigen die Finanzfallen auf.

Wie viel Geld und wie viele Zuwendungen steht Alleinerziehenden in der Schweiz zu? Viele Elternteile, die ihre Kinder alleine grossziehen, müssen sehr genau auf die Finanzen schauen. Auch wenn ein Teil vielleicht Anspruch auf Alimente hat und es einige Zulagen gibt, stehen Alleinerziehende im Alltag vor so mancher Herausforderung. So erweist sich beim Wiedereinstieg in den Beruf eine umfassende Betreuung des Nachwuchses für alleinerziehende Mütter und Väter als schwierig und sie müssen daher je nach Situation die Arbeitszeit stark reduzieren oder können gar keinem Beruf nachgehen, was die finanzielle Situation verschlimmert. Nachfolgend zählen wir die wichtigsten Punkte für Alleinerziehende auf, um sich vor Armut und Überschuldung zu schützen.

 

Die Situation Alleinerziehender in der Schweiz

Wer in der Schweiz Kinder allein erziehen muss, lebt auf dünnem Eis. In keiner Bevölkerungsgruppe ist das Armutsrisiko vergleichbar hoch. Dass Kinder alleine erziehen ein Armutsrisiko ist, zeigen aktuelle Statistiken:

  • Jede und jeder sechste Alleinerziehende in der Schweiz ist von Armut betroffen
  • Es gibt in der Schweiz gut 200 000 alleinerziehende Haushalte. Somit ist jede sechste Familie alleinerziehend (16,6 Prozent)
  • Alleinerziehende machen knapp 20 Prozent aller Fälle in der Sozialhilfe aus
  • Die Anzahl der alleinerziehenden Haushalte hat sich seit 1970 verdoppelt
  • In rund 86 Prozent der Fälle leben die Kinder bei der Mutter

 

Finanzieller Status von Alleinerziehenden

Im Alltag stehen Alleinerziehende vor so mancher Herausforderung, denn sie müssen in der Regel mehr leisten als Elternpaare, die die Organisation, Kinderbetreuung und jegliche Verantwortung den Kindern gegenüber untereinander aufteilen können. Eine umfassende Betreuung sicher zu stellen, erweist sich leider vor allem beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit für Alleinerziehende als äusserst schwierig. Und auch wenn der „gesellschaftliche Makel“, ein Kind ohne Partner grosszuziehen, vielleicht nicht mehr gilt, belegen zahlreiche Statistiken, dass Familien mit nur einem Elternteil besonders von Armut betroffen oder bedroht sind. Kritisch sind beispielsweise auch Überziehungszinsen von Girokonten, die unbedingt vermieden werden sollen, da diese Ihren finanziellen Spielraum nachhaltig einschränken.

 

Welche Leistungen können Alleinerziehende beantragen?

Alleinerziehende haben aufgrund ihrer besonderen Situation Anspruch auf unterschiedliche finanzielle Zuschüsse. Sie sollten sich frühzeitig über mögliche Leistungen, die für sie infrage kommen, informieren und diese rechtzeitig beantragen. Von folgenden finanziellen Leistungen können Alleinerziehende profitieren:

 

Kindergeld

Jedem Kind in der Schweiz steht grundsätzlich Kindergeld zu. Sollte das Kind bei Ihnen im Haushalt leben, haben Sie Anspruch auf das Kindergeld in voller Höhe. Der Betrag kann dabei je nach Anzahl Ihrer Kinder und dem Kanton, in dem Sie leben, variieren. Der Bund hat lediglich die Mindesthöhe festgesetzt – auf derzeit 200 Franken pro Kind und Monat bis zur Volljährigkeit und danach eine Ausbildungszulage bis maximal 25 Jahre.

 

Unterhalt / Alimente

Alleinerziehenden Müttern und Vätern steht vom jeweiligen anderen Elternteil Unterhalt für das Kind zu. Der Unterhaltsanspruch für das Kind gilt so lange, bis es volljährig ist bzw. eine Berufsausbildung abgeschlossen hat und nicht verheiratet ist. Die Höhe des Unterhaltes orientiert sich am Alter des Kindes und daran, wie viel der zahlungspflichtige Elternteil verdient. Die Unterhaltszahlung erhält der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt. In Einzelfällen können Sie zusätzlich einen Mehrbedarf geltend machen, beispielsweise wenn Ihr Kind eine besondere Betreuung oder eine Therapie benötigt, deren Kosten nicht von der Krankenkasse erstattet werden. Die Höhe der Alimente wird von einem Gericht oder in einem Unterhaltsvertrag festgelegt. Eine einheitliche Regelung gibt es dafür jedoch nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten zu bestimmen, wie viel Unterhalt einer alleinerziehenden Person und ihrem Kind zusteht:

  • Nach der Höhe des Einkommens: Je nachdem, wie viel der Ex-Partner verdient, erhält das Kind einen bestimmten Prozentsatz des Einkommens, beispielsweise zwischen 15 und 17 Prozent für ein Kind, 25 bis 27 Prozent für zwei Kinder und 32 bis 35 Prozent für drei Kinder.
  • Nach Bedarf: Es wird bestimmt, wie viel die alleinerziehende Person für den Unterhalt des Kindes jeden Monat benötigt. Dafür werden in der Regel die Empfehlungen des Jugendamts und Beratung des zuständigen Kantons herangezogen.

 

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